Tauberfranken
Tauberfranken: Romantisch und charaktervoll
Die Tauber fließt durch diesen feinen kleinen Bereich im badischen Norden, der bis 1992 noch "Badisches Frankenland" hieß. Der Wein wächst hier ausschließlich an allerbesten Süd- oder Südwesthängen. Die oberen und unteren Teile der Hänge bleiben in der Regel frei von Reben, damit sie im Winter von kühlen Winden verschont werden. Obwohl Tauberfranken den nördlichsten Teil von Baden bildet, verfügt es immer noch über mehr Sonnenstunden als die meisten anderen deutschen Anbaugebiete. Hier werden überwiegend die Müller-Thurgau-Rebe und die rote Sorte Schwarzriesling angebaut. Die typische Wein-Flaschenform ist der Bocksbeutel. Warum er so heißt? Das weiß man nicht genau. Vermutlich liegt es an der Ähnlichkeit der Flaschenform mit der Männlichkeit des Ziegenbocks. Weitere Herleitungen gehen von Bauch-Buddel oder Buch-Beutel aus.
Rebsorten:
Da Tauberfranken die am weitesten nach Norden reichende Weinbaulandschaft Badens ist, gehört sie zusammen mit der Bodenseeregion zu den kühleren Rebgebieten. Kein Wunder, dass Schwarzriesling und Müller-Thurgau die dominierenden Rebsorten stellen. Schwarzriesling: Dies sind nobel duftende Rotweine voller Beerenpracht, dicht gepackter seidiger Präsenz und samtiger Würze in Duft und Geschmack.
Böden und Klima:
Das mäßig warme, kontinentale Klima fund die steinigen, meist kalkreichen Böden formen in Tauberfranken Weine von besonders eleganter Statur, die sich bei Weinfreunden größter Wertschätzung erfreuen. Die Rebböden sind größtenteils aus Muschelkalk-Schichten entstanden, deren besondere Kalksteinmineralität am überzeugendsten in den Weißweinen nachzuspüren ist.
Weine und Rebsorten:
Typisch ist die leichte, zurückhaltende Gerbstoffstruktur mit einer raffinierten Kühle und wohltuenden Frische.

